Tadewi, Motte & Annaz

Tadewi, Motte & Annaz
Tadewi, Motte & Annaz
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Ein neues Zuhause

April 2021 Nach Monaten des Aufräumens auf dem alten Hof und der Planung und dem Aufbau der Infrastruktur auf dem neuen Hof, zogen alle Pferde zum Jahreswechsel 2020/21 um auf den Biobauernhof der Familie Müller und Kohm in Malsch. Alle Vierbeiner, die altersbedingt noch „gut zu Huf“ waren, mussten die Strecke ins neue Domizil durch den Wald zurücklegen und erlebten eine ganz neue Erfahrung. 3 Stunden Wanderung ins Ungewisse mit dem Zweibeiner an der Seite, brauchte schon  viel Vertrauen und Gelassenheit, zumal die Zweibeiner sich nicht nur als hervorragende Wanderführer mit Ortskennnissen auszeichneten! Die Oldies durften bequem die Strecke im Hänger zurücklegen und alle erreichten wir wohlbehalten den neuen Hof.

Die Pferde kamen allerdings aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Lag der alte Hof doch idyllisch am Waldrand mit einziger Ablenkung durch Wanderer, Radler und der Autobahn in relativer Entfernung, so wird am neuen Hof einiges an Ablenkung geboten, was erst einmal gesichtet, eingeordnet, verdaut und verarbeitet werden muss. Die Nähe zu einem riesigen Industriegebiet mit sichtbarerem ganztägigen LKW Verkehr, die Autobahn hinter der nächsten Hecke, die Bahnstrecke in Hörweite und die Umtriebigkeit mit Maschinen, riesigen Traktoren  und Krach, fremden Pferden, zahlreichen Menschen und vielerlei fremden Getier auf einem großen Hof ist schon eine echte Herausforderung, nicht nur für die Pferde.

Allein die überaus freundliche Aufnahme und die große Bereitschaft uns beim Eingewöhnen in großzügiger Weise und jedweder Art zu unterstützen, helfen uns allen optimistisch die neuen Umstände zu bewältigen.

Die Pferde gehen sehr unterschiedlich mit der neuen Situation um. Motte ist glücklich, dass sie ihre kleine bekannte Herde bei Ankunft vorgefunden hat und stellt sich pragmatisch und gelassen den neuen Bedingungen.

Annaz kämpft noch mit der Bewältigung der ständig wechselnden neuen Eindrücke und ist stark verunsichert. Wieder eine Phase, in der meine Zuwendung, Unterstützung und Geduld gefragt sind, um ihm die verlorengegangene Sicherheit zurückzugeben!


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Ein ungewöhnliches Jahr geht zu Ende ....
Unsere besten Wünsche für 2021
Dezember 2020

Corona bestimmte viel in diesem Jahr, aber eben nicht ALLES!

Nach der ersten AUFREGENDEN, aber niemals stressigen Zeit mit einem Welpen im Haushalt, kamen SPANNENDE und EINDRÜCKLICHE Monate für uns!
Tadewi wuchs rasend schnell zu einem Junghund heran und erstaunte uns immer wieder mit seinem sensiblen und lerneifrigen Wesen. Seiner Rasse  (Windhund) alle Ehre machend, durchlief er die Anfangsmonate in der Hundeschule quasi als Überflieger, ohne jeglichen Druck oder endlose Wiederholungen.

Er stürmte sozusagen durch die Welpengruppe, meldete sich in der Basisgruppe, bat um Aufnahme in die Aufbaugruppe, bekam die Einladung für die DRAN-BLEIBER-GRUPPE! Während seine allesamt kräftigeren Kumpels aus der Welpengruppe noch eifrig daran arbeiteten ihre Zweibeiner an strammer Leine vom Auto zum Übungsgelände zu zerren, tänzelte Tadewi an lockerer Leine neben mir her mit einem Blick als wollte er sagen: du bist ohnehin zu schwer für mich und wozu brauchen wir überhaupt eine Leine? Ende November meldeten wir uns ab in die Winterpause und bekamen die Benotung: Tadewi ist ein GANZ Toller, um Euch mache ich mir keine Sorgen!

Es zahlte sich aus, dass ich unserem jüngsten Familienmitglied großzügig und intensiv meine Zeit widmete. Die beiden Pferde hatten deswegen ein wenig das Nachsehen. Meinen Kinderunterricht mit Motte nahm ich allerdings schon bald wieder auf, da Tadewi gut am Stall auch alleine bleiben konnte während um ihn herum das geschäftige Gewusel von Einstellern mit Pferden und Kindern ein abwechslungsreiches Programm boten. Er wurde sicher „geparkt“ auf seiner Liege und wuchs wie selbstverständlich in seine Rolle als „Hofhund“ hinein.

Motte erwies sich einmal mehr als geduldige und rücksichtsvolle Pferde-Oma, die ihren vierten Welpen um sich duldete und durch nichts aus der Ruhe zu bringen war. Viel früher als erwartet begleitete Tadewi uns schon gelegentlich in den Zauberwald. 20 Minuten Schritt mit einem schon selbständig reitenden Kind und ich konnte mich ganz auf ihn konzentrieren. Pferdeschweife baumeln nun mal herum, darum muss man sich nicht kümmern. Und Pferdehufe brauchen Platz und keine jungen Hunde in ihrer Nähe. Auch das wurde schnell erkannt, verinnerlicht und „abgehakt“. Und Motte stapfte unerschütterlich weiter, selbst wenn Tadewi OHNE LEINE von hinten überholte oder eine Tobetour mit Tannenzapfen um sie herum veranstaltete.

TadewiDie Kinder waren unheimlich stolz auf ihre wichtige Aufgabe mir beim Anlernen des kleinen Reitbegleithundes behilflich zu sein und gleichzeitig machte es einen Riesenspass den kleinen „Flitzer“ zu beobachten.

Annaz kam dieses Jahr definitiv zu kurz! Er musste viel Veränderung in seiner Herdenstruktur verarbeiten und war nicht immer ein ausgeglichenes Pferd in unseren Reitstunden.

Im März zeichnete sich ab, dass wir allesamt unseren Hof zum Jahresende 2020 werden verlassen müssen. Eine zerstrittene Erbengemeinschaft hat eigene Pläne für die großen Flächen. Viele Pferde und ihre Besitzer verließen wegen der unsicheren Zukunft den Hof, sobald sie etwas Geeignetes gefunden hatten. Die Wallachherde von Annaz schrumpfte zusammen und manch einer seinen Spielekumpels war für ihn plötzlich nicht mehr da. Auch Pferde müssen solche Umbrüche verarbeiten und können in ihrem Verhalten instabil und sensibel reagieren.

Eine Gruppe von 10 Pferden mit ihren Besitzern blieb übrig und wollte gerne zusammenbleiben als Gemeinschaft. Corona erschwerte die Suche nach einem neuen Zuhause für so viele Pferde und nicht selten waren wir verzagt und hatten das „ungewollte Ende“ vor Augen: jeder würde sich notfalls eigenständig eine für ihn passende Unterkunft besorgen müssen.

Im September kam dann die glückliche Fügung: eine neue Heimat für ALLE Pferde in relativer Nähe! Und seitdem sind wir am SCHAFFEN um den Auszug und Umzug zu planen und zu organisieren.

Für Zwei- und Vierbeiner stehen erneut große Veränderungen an. Langeweile ist also auf absehbare Zeit KEIN Thema!


8. August 2020 - Neuer Wind in unserem Leben

Die ersten "Windigen Monate" sind wie im Flug vergangen.
2020 ein etwas anderes Frühjahr

Der Jahresbeginn entwickelte sich sehr viel anders, als wir es erwartet hatten. Die Corona Pandemie änderte vieles. Aber trotzdem wurde es Frühling. Hier findet ihr ein paar Eindrücke davon, wie Motte dieses Frühjahr erlebt.

Abschied von Fidelio

Am Sonntag, 22. Dezember 2019, mussten wir Fidelio über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Am Freitag war er noch mit mir im Zauberwald ausgesprochen munter unterwegs. Doch dann verschlechterte sich seine Gesundheit rapide und dramatisch.
Er ist nicht mehr da, wo er immer war.
Er wird aber immer da sein, wo wir sind.



Wir haben für uns Erinnerungen an unsere Weggefährten, die uns wichtig sind, zusammen getragen. Ihr könnt sie hier finden.




Über einen Eintrag in unserem Gästebuch, das jetzt auch "werbefrei" ist, freuen wir uns.
Tadewi, Motte und Annaz  l  Leben mit Hund und Pferden
Leben mit Hund und Pferden
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