Motte - Fidelio, Motte & Annaz

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Motte

Motte in Zeiten von Corona

Leider dürfen wir wegen der Corona Pandemie seit Ende März keine Ausflüge mehr in den Zauberwald machen, zumindest nicht gemeinsam mit den kleinen Mottenfans! Aber wir hoffen natürlich auf die „Zeit danach“ und versuchen uns darauf vorzubereiten, frei nach dem Motto: wer rastet, der rostet!

Da Motte ja nicht mehr ganz jung ist, ist es besonders wichtig, dass sie sich regelmäßig bewegt und ihre Gelenke und die Rückenmuskulatur schön in Übung bleiben.

MotteDafür habe ich für sie ein kleines Trainingsprogramm entwickelt, welches gleichermaßen Spaß und Abwechslung bringt. Fast täglich sind wir im Zauberwald unterwegs und suchen uns alle möglichen dicken Stämme, manchmal etwas abseits der Wege, um sie mehrmals in beide Richtungen  zu überwinden. Motte muss aufmerksam schauen um alle vier Beine gut und gezielt über die Stämme zu bringen. Das möglichst flüssig und ohne zu zögern.

Rücken- und Bauchmuskulatur muss dabei eingesetzt werden und die Gelenke werden gebeugt und gestreckt, damit sie nicht steif werden.

Da der Frühling eine besonders schöne Jahreszeit im Zauberwald ist und sich die Natur durch Wachstum fast täglich verändert, ist eigentlich jeder Tag spannend. Selbst wohlbekannte Wege haben schon nach zwei Tagen wieder einen ganz besonderen Reiz.



Motte 2
Wenn die Wegstrecke es anbietet, kommt immer das Highlight für Motte: wir joggen gemeinsam ein Stück, sie freilaufend neben mir, und wenn die Begeisterung sie packt und es nicht zu warm ist, auch ein Stückchen vor mir! Dann muss ich sie gelegentlich ermahnen und sie daran erinnern, dass ICH auch nicht mehr die Jüngste bin! Sie wird dann langsamer, wartet auf mich und möchte dann für diese ganz besondere Rücksichtnahme auch einen leckeren Brotkeks zur Belohnung. Den knuspelt sie dann geräuschvoll und genüsslich weg mit einen schelmischen Blick, als wollte sie sagen: auch das sollten wir beibehalten , damit ich in Form bleibe für die „Zeit danach“!
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Mottes 29. Geburtstag

.... fiel leider auch in diese besucherlose Zeit. Wir hatten aber phantastisches Frühlingswetter, sodass wir neben unserer Trainingseinheit auch eine Photosession im Wald machten. Motte als Model im farbenfrohen Frühlingswald. Und noch während wir unterwegs waren, bekam sie neben vielen Glückwünschen auch ein Geburtstagsständchen über whatts app gesungen! Das war eine ganz nette Überraschung und sicherlich eine Einmaligkeit für sie! Keine Gäste und doch so überaus liebevoll bedacht und geehrt.

 
(November 2019) Nach einem beglückenden Start in den Frühsommer 2019, erlebten wir um Pfingsten herum eine bange und sorgenvolle Zeit. Motte schockte uns mit hochfieberhaften Schüben über mehrere Tage, mit Durchfall, Appetitlosigkeit und wahrlich zittrigen Beinen.
 
Heu mied sie komplett und verlor tüchtig an Gewicht. Kurzzeitig sahen wir ihren Zustand als so ernst an, dass wir meinten, sie gehen lassen zu müssen! Der Tierarzt behandelte symptomatisch, nachdem die Blutergebnisse keinen Hinweis auf einen gängigen Infekt ergeben hatten.
 
Das Fieber war in den Griff zu bekommen, der Magen-Darm-Trakt wurde „besänftigt“ und wir begannen eine Therapie gegen Magengeschwür, da ihr offensichtlich alles an Futter, was nur „irgendwie pieksig“ war, zu schaffen machte.
 
Um nichts unversucht zu lassen, ließen wir sie auch noch auf Borreliose testen, denn der Zeckendruck war diesen Sommer auch bei den Pferden extrem hoch. Zu unserer Überraschung meldete das Labor tatsächlich eine aktuell akute Borrelien Infektion, was wahrscheinlich auch ihre auffälligen Gelenkprobleme in den Vorderbeinen erklärte.
 
Leider mussten wir Motte mit dieser Diagnose quasi „alleine lassen“, weil es keine sichere überzeugende Therapie gibt.
 
Aber Motte entpuppte sich als kleines „Steh-Auf-Mädchen“ und beglückte uns mit überzeugendem Lebenswillen. Sie erholte sich langsam, entwickelte – mit medikamentöser Unterstützung – einen beeindruckenden Appetit und „produzierte“ wieder perfekt geformte Äppel.
 
Sie genoss auch die Behandlung durch die Osteopathin und bekam wieder vermehrte Stabilität in ihre Gelenke. Nach einigen bangen Wochen war sie fast wieder die Alte, unser geliebter „Mottenkäfer“, zwar insgesamt etwas „staksiger“, aber fröhlich und überaus fleißig unterwegs als sei sie niemals so ernsthaft erkrankt gewesen. Wir sind dankbar und glücklich!
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Die schönste Veränderung für Motte war sicherlich der nahe am Hof gelegene "Zauberwald", ein riesiges Waldgebiet,"topfeben" und mit überwiegend weichen Waldwegen. Natürlich ist dieser Wald nur in meiner Wahrnehmung ein "Zauberwald", aber das mit vielen Facetten! Sehr abwechslungsreiche Flora, von lichten Waldstücken bis zu undurchdringlichem Unterholz, Nadel- und Laubbäume, frisch angelegte Monokulturen, riesige Farnfelder. Und über allem die Sonnes dieses heissen Sommers, die immer wieder neue Lichtspiele auf Boden, Blätter und Bäume wirft mit hinreissenden Reflexionen und fast mystischer Strahlkraft.

Schon beim ersten Spaziergang hat mich dieser Wald in seinen Bann gezogen. Für Motte bietet der Wald weiche, gut überschaubare Wege und ihre ohnehin schon grosse Lauffreude bekam nochmals richtig Ansporn. O-Ton einer kleinen Reiterin: "Was im alten Stall schnell war, ist hier langsam!"

Motte schaffte es, mit ihrer Begeisterung ihre "kleine Fangemeinde" anzustecken! Trotz der Hitze wagten wir uns täglich in "unseren Zauberwald", genossen die Wege und die Stimmung, die sich auch auf die Kinder übertrug und sie begeistert zum neuen Stall wechseln liess. Eine ganzjährig zu nutzende Reitbahn, ein Roundpen und ein grosses Hofgelände bieten vielfache Möglichkeiten mit Motte die Freude am Lebewesen Pferd zu entdecken, zu festigen und zu erweitern.

Dank ihres Charmes und einer guten Einstellung mit den Cushing Tabletten, welche ihr einen fast normalen Fellwechsel ermöglichen, zieht sie weiterhin kleine Menschen in ihren Bann und vermittelt ungetrübte Freude.
Fidelio, Motte und Annaz l Leben mit Hund und Pferden
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