Fidelio, Motte & Annaz

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Ein neuer Wind in unserem Leben

Wir stellen vor: Tadewi Finley von Eichenwind. Unser "Kleiner Windiger" der Rasse Silken Windsprite.
Mehr findet Ihr auf seiner Seite hier.

Über einen Eintrag in unserem Gästebuch, das jetzt auch "werbefrei" ist, freuen wir uns.


Tadewi
2020 ein etwas anderes Frühjahr

Der Jahresbeginn entwickelte sich sehr viel anders, als wir es erwartet hatten. Die Corona Pandemie änderte vieles. Aber trotzdem wurde es Frühling. Hier findet ihr ein paar Eindrücke davon, wie Motte dieses Frühjahr erlebt.



Wir haben für uns Erinnerungen an unsere Weggefährten, die uns wichtig sind, zusammen getragen. Ihr könnt sie hier finden.
Abschied von Fidelio

Am Sonntag, 22. Dezember 2019, mussten wir Fidelio über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Am Freitag war er noch mit mir im Zauberwald ausgesprochen munter unterwegs. Doch dann verschlechterte sich seine Gesundheit rapide und dramatisch.
Er ist nicht mehr da, wo er immer war.
Er wird aber immer da sein, wo wir sind.

Im Frühsommer 2019 hatten Motte und Annaz ihr erstes wunderbares Jahr auf dem Hagbruch Hof verbracht und einmal alle Jahreszeiten erlebt. Motte durchwanderte mit vielen fröhlichen Reitkindern den „Zauberwald“ und zeigte ihn den kleinen Reiterinnen in seiner gesamten wunderschönen Vielfalt.

Das erste zarte Grün im Frühjahr begeisterte ebenso wie die satten Farben des Sommers und die kräftigen Rot- und Goldtöne des Herbstes. Auch wettermäßig trotzten wir gemeinsam allen Möglichkeiten, die sich uns boten: von stürmisch-feucht bis sonnig und wohlig wärmend bis hin zu Zeiten von flirrender Hitze, in denen selbst das dichte Laubdach keine wirkliche Abkühlung bot.

Lebensweisheit
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Zum 1. Juli 2018 sind Motte und Annaz nach Ettlingen-Bruchhausen auf den Pferdehof Hagbruch umgezogen. Im Laufe des Frühsommers war immer deutlicher geworden, dass Motte in der Paddock-Trail Anlage nicht mehr gut  zurecht kam. Viel Dynamik in der Herde durch  Neuzugänge und unausgelastete "Jungspunde" machten ihr im wahrsten Sinn  des Wortes häufig "Beine". Das zwang sie zu mehr abrupter und  ungewollter Bewegung als ihre "alten Knochen und Gelenke" es verkraften  konnten. Gleichzeitig gab es einfach zu wenig Möglichkeiten für sie, wo  sie ungestört und in ihrem Tempo umherwandern konnte oder sich hinlegen und ausruhen konnte.

Annaz hatte sich schon nach wenigen Tagen in einer altersgemischten Wallachherde recht gut akklimatisiert und genoss mit fröhlichen Galoppaden einen riesigen Paddock, genügend Futterstellen und vor allem die Wasserbottiche, an denen er mit Wonne minutenlang von einem zum anderen wechselte, genussvoll große Mengen Wasser aufnahm oder es auch nur einfach "gut umrührte".

Für mich war diese Bild eines der schönsten dieses sehr heissen Sommers: kein Anstehen an einer Selbsttränke, die einfach keine ausreichende Menge Wasser zum Durstlöschen für die Pferde lieferte!

Motte hingegen machte uns zunächst ein wenig Sorgen. Die Erfahrungen  (mit Stürzen) in der alten Herde hatten dazu geführt, dass sie überaus ängstlich, fast panisch auf die anderen Pferde reagierte, in deren Herde wir sie gerne eingliedern wollten. So gaben wir ihr viel Zeit auf einer "eigenen Weide", während sich unsere neue Stall-Chefin viele Gedanken machte, in welcher Gruppe Motte sich vielleicht wohlfühlen würde. Und nach ein paar Wochen fand Motte ihr neues Zuhause bei drei älteren Wallachen, deren Annäherung und Nähe sie nicht beängstigend fand. Dort respektiert man ihr Alter und ihr Ruhebedürfniss. Gleichzeitig bietet der grosse Paddock ausreichend Platz für sie sich zurückzuziehen und auszuweichen, wenn die drei "alten Herren" ihre Tobephase einlegen. Diese Entwicklung hat uns nach anfänglichem Bangen sehr glücklich gemacht.

Die zunächst beobachteten Stressreaktionen bei Motte wichen einer Ausgeglichenheit, die auch von einer raschen und deutlichen Gewichtszunahme begleitet wurde. Da sie noch nie zu "Pummeligkeit" neigte, konnten wir uns darüber uneingeschränkt freuen. Durch die gute Tabletteneinstellung machte ihr das Cushing-Syndrom auch deutlich weniger Probleme als im letzten Jahr. Sie konnte sich ein "passables Sommerfell" zulegen und hatte trotz der enormen Temperaturen keine Kreislaufprobleme.

Auch Annaz zeigte nach unserem Umzug schon nach kurzer Zeit in seinem Verhalten eine überaus positive Veränderung. Bisher hatte er gelegentlich unverhoffte "Schreckausbrüche" bei vermeintlichen Lappalien gezeigt. Er stand gewissermassen "ständig unter Strom", scheinbar ohne erkennbaren Grund. Nach kurzer Zeit in neuer Umgebung entspannte er zusehends, betrachtete interessiert Dinge in seiner Umgebung, denen er bisher mit deutlichem Fluchtreflex begegnet war!

Wasser wurde nicht nur als lebenswichtige Resource zu seinem Element. Selbst der bisher für ihn kaum zu ertragenden Berührung mit dem feuchten Element konnte er nach sehr kurzer Zeit etwas abgewinnen. Binnen einer Woche konnte ich ihn - anfänglich mit Unterstützung - komplett mit dem Wasserschlauch abspritzen und erfrischen! Vorher hatte er auf wenige Wasserspritzer schon mit unverhohlener Panik reagiert und die Flucht ergriffen!
Fidelio, Motte und Annaz l Leben mit Hund und Pferden
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